Das Problem
Ausländische Mieter in der Türkei sind häufig mit unrechtmäßigen Mieterhöhungen, Kautionsstreitigkeiten und willkürlichen Kündigungen konfrontiert. Viele Vermieter nutzen die Unkenntnis ausländischer Mieter über das türkische Mietrecht aus. Sprachbarrieren erschweren die Durchsetzung von Rechten erheblich. Ohne schriftlichen Mietvertrag sind Mieter besonders gefährdet.
Wie das Gesetz in der Türkei funktioniert
Das türkische Obligationenrecht Nr. 6098 regelt in den Artikeln 299-378 das Mietrecht umfassend. Mieterhöhungen dürfen gemäß Artikel 344 den vom TÜİK veröffentlichten Verbraucherpreisindex nicht überschreiten. Die Kaution darf maximal drei Monatsmieten betragen und muss auf einem Sparkonto hinterlegt werden (Artikel 342). Kündigungsfristen betragen mindestens 15 Tage vor Ende der Mietperiode.
Was der Tourist tun sollte
Schließen Sie immer einen schriftlichen Mietvertrag ab und lassen Sie diesen von einem Anwalt prüfen. Dokumentieren Sie den Zustand der Wohnung bei Einzug mit Fotos und Protokoll. Überweisen Sie Mietzahlungen per Bank, um Nachweise zu haben. Bei Streitigkeiten wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle für Verbraucherschutz.
Die Risiken
Ohne schriftlichen Mietvertrag haben Mieter kaum Beweismittel bei Streitigkeiten. Unrechtmäßige Mieterhöhungen über dem gesetzlichen Limit können angefochten werden, aber Fristen müssen eingehalten werden. Vermieter können bei Eigenbedarf kündigen, wobei die gesetzlichen Voraussetzungen streng sind. Schwarze Kautionszahlungen sind nicht rückforderbar.
LetFix Lösung
LetFix bietet Ihnen Zugang zu Mietrechtsexperten, die Ihre Rechte als ausländischer Mieter durchsetzen. Wir prüfen Mietverträge, verhandeln mit Vermietern und vertreten Sie bei Schlichtungsverfahren. Unsere Anwälte kennen die besonderen Herausforderungen ausländischer Mieter in der Türkei.

